Welche Art von Schreiben haben Sie erhalten?
Zahlungs- oder Einmalzahlungsaufforderung
Bei Überweisung informiert der Beitragsservice über Betrag und Fälligkeit. Die 2025 begonnene Umstellung auf die Einmalzahlungsaufforderung läuft auch 2026 weiter: Sie nennt wiederkehrende Zahlungstermine, ohne dass vor jedem Termin ein neues Schreiben verschickt wird.
Festsetzungsbescheid
Bei Zahlungsrückständen kann ein Festsetzungsbescheid folgen. Prüfen Sie Zeitraum, Betrag, Beitragsnummer und die Rechtsbehelfsbelehrung im Original.
Mahnung
Eine Mahnung kann auf bereits festgesetzte Rückstände folgen. Vergleichen Sie den genannten Betrag mit früheren Bescheiden und eigenen Zahlungen.
Diese Angaben sollten Sie markieren
- 9-stellige Beitragsnummer
- betroffener Zeitraum
- genannte Zahlungstermine
- offener Betrag
- bereits geleistete Zahlungen
- Hinweise zu Widerspruch, Befreiung oder Ermäßigung
Wenn Sie bereits gezahlt haben
Vergleichen Sie Zahlungsdatum, Betrag und Beitragsnummer mit dem Schreiben. Als Zahlungsnachweis nennt der Beitragsservice den Kontoauszug. Übermitteln Sie nur den für die Klärung nötigen Ausschnitt und nutzen Sie den offiziellen Kontaktweg.
Befreiung wird nicht automatisch erteilt
Wer die Voraussetzungen für eine Befreiung oder Ermäßigung erfüllt, muss diese beantragen und entsprechende Nachweise einreichen. Prüfen Sie den bewilligten Zeitraum und verlassen Sie sich nicht darauf, dass eine Befreiung automatisch verlängert wird.
Stand 2026: Befreiung und Zahlungstermine
Wer per Überweisung oder Dauerauftrag zahlt und bereits eine Einmalzahlungsaufforderung erhalten hat, muss die darin genannten wiederkehrenden Termine selbst im Blick behalten. Eine Befreiung oder Ermäßigung wird weiterhin nur auf Antrag und mit passenden Nachweisen gewährt. Prüfen Sie deshalb bei jedem Schreiben, ob es um Zahlung, Rückstand, Festsetzung oder einen Befreiungszeitraum geht.
Häufige Fehler
- eine Einmalzahlungsaufforderung wie eine einmalige Rechnung behandeln
- Beitragsnummer bei einer Überweisung falsch oder gar nicht angeben
- eine Befreiung als automatisch voraussetzen
- bei einem Festsetzungsbescheid die Rechtsbehelfsbelehrung übersehen
Aktuelle Informationen finden Sie direkt beim Beitragsservice sowie auf der Seite zur Einmalzahlungsaufforderung.
Schreiben mit Ihrer eigenen Zahlungshistorie abgleichen
Notieren Sie für jeden im Brief genannten Zeitraum, ob Sie dafür eine Zahlung, eine Befreiungsentscheidung oder eine andere Korrespondenz haben. Vergleichen Sie nicht nur die Gesamtsumme. Ein Zeitraum kann korrekt sein, während ein anderer noch geklärt werden muss.
Prüfliste: Beitragsnummer → Zeitraum → verlangter Betrag → eigener Zahlungsnachweis → offene Frage.
Wenn mehrere Schreiben vorliegen
Sortieren Sie sie nach Datum und Dokumentart. Eine frühere Zahlungsinformation, ein späterer Festsetzungsbescheid und eine Mahnung gehören zwar zum selben Vorgang, haben aber unterschiedliche Funktionen. Antworten Sie deshalb auf das konkrete aktuelle Schreiben und nennen Sie dessen Datum und Beitragsnummer.
Beispiel für eine sachliche Klärungsfrage
„In Ihrem Schreiben vom [Datum] wird für den Zeitraum [Zeitraum] ein offener Betrag von [Betrag] genannt. Nach meinen Unterlagen habe ich am [Datum] [Betrag] unter der Beitragsnummer [Nummer] gezahlt. Bitte prüfen Sie die Zuordnung und teilen Sie mir mit, welcher Betrag für diesen Zeitraum noch offen ist.“
Verwenden Sie nur Daten, die Sie anhand Ihrer Unterlagen geprüft haben, und übernehmen Sie keine Beispielwerte unverändert.
Mit Briefly weiterarbeiten
Sie können den Text Ihres Schreibens in Briefly erklären lassen oder eine sachliche Antwort vorbereiten. Vergleichen Sie das Ergebnis anschließend mit dem Original und ergänzen Sie nur Angaben, die Sie selbst geprüft haben.
Briefly öffnen →Text überarbeitet: 3. Oktober 2026. Redaktioneller Inhalt von Briefly.
Für Ihren konkreten Vorgang bereitlegen
- aktuelles Schreiben des Beitragsservice
- Beitragsnummer
- relevante Zahlungsnachweise
- Bescheide/Nachweise zur Befreiung oder Ermäßigung, falls betroffen